Unsere-Uni Soundtrack AG
From Unsereuni
UPDATE:
DIE CDs KOMMEN AM FREITAG DEN 18.12.!!! AM ABEND IST RELEASE-KONZERT!
http://www.facebook.com/event.php?eid=199012609213&ref=nf#/event.php?eid=199012609213&ref=mf
DIE CDs SIND CA. AB 19:00 Uhr IM AUDIMAX ERHÄLTLICH (6 EURO)
[edit] Mailorder
Wer Interesse hat:
Einfach eine Mail an unisoundtrack@gmail.com
Dann bekommt ihr die Kontonummer wo wir das Geld sammeln, ihr überweist das Geld und dann schicken wir euch die CD(s).
Der Versand kostet 4 Euro Porto. (Österreich; International bitte anfragen)
Die UNI BRENNT Compilation wird es als offizielle DoppelCD(!) geben! Mit einer edlen Aufmachung und mit einem mehrseitigen Booklet wird die CD um 6 Euro verkauft. Releasedatum voraussichtlich noch vor Weihnachten (...jaja..!), wir sind gerade im Produktionsprozess. Wenn die erste Auflage der CD verkauft wurde, wird es einen Download geben. Ob die Songs später "offiziell" gratis downloadbar sind, ist natürlich auch die Entscheidung aller KünstlerInnen.
Tracklisting ist komplett, es sind 26 Artists, da es einfach so viele Beiträge sind! Wir haben der CD inzwischen anständiges Mastering verpasst, damit man nicht lauter oder leiser drehen muß wenn man die UNI BRENNT Compilation hört.
Es ist für ALLE etwas dabei: Die erste CD wird von fetten Hiphop Tunes über trickyesquen Downtempo, funky Pop und einer Reihe World Music Songs bis hin in die Electro/ Dance-Abteilung in Richtung feministische TerroristInnen führen. Die zweite CD ist für euch Headbanger.. anfangs dominieren Akustikgitarre und Cello, weiter geht´s mit Indie/Alternative, dann in die dunkle Metal-Abteilung, und zum Schluß dürfen wir Punkrock nicht vergessen.
Mehr als nur ein Tune sind speziell für die Unsere-Uni Bewegung aufgenommen worden.
Einige Lieder befinden sich exklusiv auf dem Sampler, man darf gespannt sein!
Alle Künstler und auch Labels haben uns die Songs gratis zur Verfügung gestellt. Danke an alle Beteiligten!
Es gibt eine Myspace Seite (PREVIEWS online!):
http://www.myspace.com/unsereunisampler
Noch mehr Previews:
http://www.accompongrecords.com
Update:
Danke ans PepCat Studio für die Studiozeit,
Thanks to (ausführlichere Liste) gibts natürlich im Booklet der CD..
Danke an die Designer!
Ansprechpersonen:
Lukas 0699/12415345
Raffael 0680/2061733
Marijeta 0650/9122402
Stephan
Kontaktierung bitte per Telefon oder Mail!
unisoundtrack@gmail.com
Interpreten:
SowaXx & Föhnshit
Why Not Loser
Das Trojanische Pferd
Def Ill
Café Olga Sánchez
Struboskop
Vienna Art Lab/ Krieger des Lichts
Beyond Sirius
Ja, Panik
Sympathy for Strawberry
Satory
Luise Pop
HSC (Hörspiel Crew)
Milk+
Gustav
Norah Noizzze
Giobsbotschaft
Oficina Art Vienna
Ost in Translation
Skaddicts
Get Out Josephine
A Life, A Song, A Cigarette
Pharmacarma
Violetta Parisini
Célia Mara
Monomania
"Ring the alarm, University´s burning!" (SowaXx & Föhnshit - Nichts zu verlieren)
"From Seattle to Audimax, thanks for your support Those who say you create chaos are the ones who can afford to Organize, don´t let anyone tell lies about the crisis They won´t buy it in twenty, why the hell you be friendly" (Pharmacarma - Unite)
[edit] UPDATE unterstützte Projekte
Die AG Uni Soundtrack und Accompong Records haben das Projekt Uni Brennt Compilation erfolgreich abgeschlossen. Die CDs waren ausschließlich direkt bei uns, dazwischen am C1-Infotisch, bei Ute Bock Veranstaltungen, per mailorder oder in zwei Indie-Plattenläden (Rave Up und Bounce) erhältlich - dort sind sie auch noch zu haben.
Restexemplare sind noch erhältlich, Previews und Infos auf http://www.myspace.com/unsereunisampler und http://www.accompongrecords.com
Hätten wir die Uni Brennt Compilation kommerziell vertrieben, wären wir im Dezember 2009 und Januar 2010 auch in den österreichischen Charts gelandet. Aber eine "richtige" kommerzielle Verwertung über große Stores wurde in Einverständnis mit der Bewegung und den MusikerInnen ausgeschlossen.
100 CDs wurden Ute Bock für den eigenen Verkauf bei ihren Veranstaltungen übergeben - dort werden sie um rund 10 Euro verkauft und wir hoffen, dass wir damit die Ute Bock Organisation tatkräftig unterstützen konnten.
Jetzt haben wir uns bei einem Meeting auf die Projekte geeinigt, die mit den restlichen Einnahmen unterstützt werden. Wie angekündigt, fließen die Einnahmen der Uni Brennt Compilation sowohl zurück in die Bewegung als auch in soziale Projekte. Wir haben bei der Auswahl der Projekte einen Fokus auf Entwicklungs-, Grundnahrungs- und mit Bildung zusammenhängende Projekte, vor allem für Jugendliche, gelegt.
Im Januar 2010 haben wir die Zeitung über.morgen unterstützt, indem wir 50% der Druckkosten der damals aktuellen Ausgabe übernehmen konnten.
Mit Ende Juni 2010 werden folgende Projekte unterstützt:
1) Bosnien: Wiederaufbau-Hilfe für eine bosnische Mutter mit behindertem Kind, die von Deutschland nach Bosnien ausgewiesen werden und dort nichts haben.
2) Kenia: Wiederverwertung von Plastikmüll durch Jugendliche, die in Slums leben - mit den Geräten, die wir finanzieren, kann ein Jugendlicher Plastikmüll zu Pellets verarbeiten, diese verkaufen und ist somit nicht mehr arbeitslos.
3) Sambia: Saatgut, einfache Geräte und Beratung für drei hungernde Bauernfamilien - mit diesem Beitrag können sie selbst Mais, Hirse und Gemüse anbauen.
4) Sambia: Sauberes Trinkwasser für zehn Schulkinder. Errichtung von Brunnen direkt bei den Schulen, damit die Kinder dort unverseuchtes Wasser zu trinken haben.
5) Liberia: Existenzsicherung für einen Leprakranken und seine Familie im Rahmen eines größeren Projekts.
Die Projekte 2) bis 5) werden vom österreichischen Entwicklungshilfeklub durchgeführt.
100% aller Aufwendungen gehen direkt in die Projekte und die Beiträge sind bereits überwiesen.
Accompong Records und die AG Uni Soundtrack danken an dieser Stelle allen, die sich eine Compilation gekauft haben und damit diese wertvollen Projekte unterstützen. Es sind noch Restexemplare erhältlich!
You definitely made a difference!
AG Uni Soundtrack
[edit] detailierte Beschreibung der Projekte
Projekt 1: Kenia - Den Kreis schließen http://www.eh-klub.at/projekte/?detail=2611 Wiederverwertung von Plastikmüll durch Jugendgruppen Jugendliche, die von Kindheit an im Müll der Slums von Nairobi aufgewachsen sind. Für sie gibt es kaum Arbeit. Drei von vier haben kein geregeltes Einkommen. Der Lebensweg von vielen bricht ab, weil sie aufgrund ihrer Ausweglosigkeit in Leimschnüffeln, Drogen, Verbrechen und Prostitution abrutschen.
Das Sammeln und Wiederverwerten von Plastikmüll bietet ihnen eine Alternative und ein stabiles Einkommen. Mit einfachen Maschinen und Werkzeugen können sie gesammeltes Plastik zerkleinern und zu Gegenständen oder gut verkaufbaren Pellets weiterverarbeiten. So können sie DEN KREIS SCHLIESSEN und der Kreislauf des Plastiks als auch der eigene Lebensweg beginnt erneut.
Projekt 2: Aufbauhilfe für bosnische Familie Zum Fall: Die Familie ist während des Bosnien Krieges als Flüchtlingsfamilie in Deutschland aufgenommen worden, Mutter, Vater und geistig und körperlich behinderte Tochter. In Deutschland haben sie sich in sehr armen Verhältnissen irgendwie über Wasser gehalten, während der Vater jedoch psychisch- und alkoholkrank war und die beiden mehr oder weniger im Stich gelassen hat. Die Eltern haben ein Visum für Deutschland bekommen, die Tochter allerdings nicht. Sie müsste schon lange wieder nach Bosnien zurückgekehrt sein, das jedoch wollte und konnte die Familie nicht zulassen, da die Tochter auf ihre Hilfe angewiesen ist. Nach Bosnien zurückgehen konten sie auch nicht, weil sie dort nichts mehr hatten, gestatte denn Arbeit. So lebte sie jahrelang illegal in Deutschland weiter.
Nun ist der Vater kürzlich verstorben und die Mutter und die Tochter können sich das Leben hier nun nicht mehr finanzieren. Sie sind auf dem Weg nach Bosnien zurückzukehren. Dort erwartet sie wortwörtlich eine Hütte, in der sie unterkommen können. Diese Hütte kenn ich sogar, weil meine Tante in Bosnien gleich in der Nähe ihr Haus hat. Sie haben nichts.. Mein Vater hat daraufhin auf eigene Faust Geld gesammelt und konnte ein paar Euros gewinnen, das er ihnen gegeben hat. Aber leider noch nicht so genug, dass sie damit wenigstens eine würdige Unterkunft haben. Denn das ist das mindeste. Und nun bat er uns, mich, auch einen Teil zu spenden, da dies eine sehr sinnvolle Spende wäre.
Projekt 3: Sambia - Leere Körbe füllen http://www.eh-klub.at/projekte/index.php?detail=2459 Neubeginn für hungernde Bauernfamilien Dürre, Wassermangel, Rinderseuchen haben die Bauern zu Hungernden gemacht. Aids hat Familien zerrissen, Kinder wurden zu Waisen. Durch die Schließung der Minen sind viele Männer arbeitslos geworden. Aus Sambia, dem einst drittgrößten Kupferproduzenten weltweit, wurde eines der ärmsten Länder der Welt.
Im Norden von Sambia ist die Lage dramatisch. Fast alle Familien erzählen von Hungerperioden, fehlenden Möglichkeiten, ihre Situation zu verbessern, von Zukunftsängsten. Ein ,Warenkorb‘ mit Saatgut, Geräten und Beratung soll den ärmsten Familien über das kommende Jahr helfen und darüber hinaus die Basis für eine längerfristige Existenzsicherung bilden Kleinere Ernte, größerer Hunger „Als das Essen nicht mehr ausreichte, ging ich mit den Kindern in den Wald, um wilde Früchte und Pilze zu sammeln, während mein Mann in die Stadt wanderte und versuchte, seine Dienste als Taglöhner anzubieten. Dadurch hatten wir weniger Zeit, um auf unseren Feldern zu arbeiten. Die Ernte wird noch kleiner und wir werden heuer noch mehr hungern.“
„Es bleibt nie genug, um etwas anzuschaffen, das unser Leben erleichtern könnte: ein Fahrrad, Geräte für den Ackerbau, eine Wasserpumpe. Wenn etwas passiert, wenn wir Medikamente brauchen, wenn die Kinder weiter in die Schule gehen möchten, dann müssen wir ein Tier oder ein Stück Land verkaufen. Danach geht es uns noch schlechter.“
Aussagen von einer Bäuerin und einem Bauern, die stellvertretend die Not von tausenden Familien im Norden von Sambia widerspiegeln.
Das wird ein gutes Jahr „Wir sollen gemeinsam einen Gemüsegarten anlegen. Sie würden uns dabei helfen, sagten die netten Leute von der Organisation. Wir machten es, mehrere Familien gemeinsam. Die Männer trugen die Termitenhügel ab, wir rissen das Gestrüpp und das Unkraut aus, und die Kinder brachten uns von der Quelle Wasser zum Trinken. Als dann der Zaun fertig war, bekamen wir das Saatgut für Tomaten, Zwiebel, Salat und Getreide. Das wird ein gutes Jahr und wir freuen uns darauf.“ Andere Familien, denen bereits geholfen wurde, zeigen die Handpumpe, mit der sie Wasser zu ihren Pflanzungen befördern, das Maisfeld, das wieder bestellt werden konnte, den kleinen Getreidesilo, die neue Feuerstelle, die Bücher der Kinder, die wieder in die Schule gehen. Nicht zu übersehen sind aber auch das Leid der Kranken, die Verzweiflung der durch den Hunger Geschwächten, die fragenden Blicke der Kinder, die Erkenntnis, dass noch so viel zu tun ist.
Massnahmen eines Projekts Die Dorfgemeinschaft wählt die ärmsten, vom Hunger am meisten betroffenen Familien aus: Familien, in denen die Frau allein für alle anderen sorgen muss, wo es Kranke und Arbeitsunfähige gibt, wo Waisenkinder allein auf sich gestellt sind.
Jede Familie erhält Saatgut, einfache Geräte und Beratung, was ausreichende landwirtschaftliche Erträge für das kommende Jahr sichern soll: Mais und Hirse als Grundnahrungsmittel, Gemüse für eine ausgeglichenere Kost. Es gibt Schulungen für biologische Bewirtschaftung und die Verwendung und Herstellung von Dünger. Möglichst sparsame Bewässerungsmethoden werden angewendet.
Während der Reife- und Erntezeit werden die Familien besucht und bei der Lösung eventueller Probleme unterstützt. Verbesserte Lagermethoden zur Vermeidung von Ernteverlusten durch Tiere, Ungeziefer, Regen oder Feuer werden gezeigt. Großes Augenmerk wird auf Saatgutvermehrung gelegt, um den Erfolg auch für die Zukunft zu sichern. Die Familien erlernen einfache Methoden der Weiterverarbeitung der Ernte und erhöhen damit auch den Reinerlös der von ihnen am Markt verkauften Produkte. Die Maßnahmen werden seit einigen Jahren von unserer Partner-Organisation Oxfam unterstützt, die weiterhin die Kosten für Mitarbeiter, Verwaltung und größere Investitionen, etwa Brunnen, trägt.
Projekt 4: Sambia – Schutz des Brunnens http://www.eh-klub.at/projekte/index.php?detail=2175 Sauberes Trinkwasser für Schulkinder
Zwei von zehn Kindern in den abgelegenen Dörfern im Westen von Sambia überleben ihre Kindheit nicht. Die Ursache ist fast immer verschmutztes Wasser. Denn es gibt nur ungeschützte Wasserlöcher, die allesamt mit Krankheitserregern verseucht sind. Die unterernährten Kinder sind besonders gefährdet. Durch die Errichtung von gebohrten Brunnen bei den Schulen in der Region soll sich das ändern. Das saubere Trinkwasser, das mit einer Handpumpe an die Oberfläche geholt wird, senkt das Erkrankungsrisiko der Schülerinnen und Schüler drastisch. Moola und Agnes „Es gibt Wasser bei uns im Dorf, aber es ist verschmutzt und daher werden vor allem die Kinder oft krank“, erzählt Moola Nashibele. Und Agnes Mundogo aus einem anderen Dorf berichtet: „Die nächste Gesundheitsstation ist fünfzig Kilometer entfernt. Wir können die Kranken nur in einer Scheibtruhe dorthin transportieren.“ Moola, Agnes und ihre Familien leben in zwei der vielen abgelegenen und extrem armen Dörfer in den Distrikten Kaoma und Mongu im Westen von Sambia. Das ehemalige Nordrhodesien zählt heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Menschen leiden an Hunger und Durst – und leider viel zu viele auch an Aids.
Eine abgewendete Katastrophe Fast alle Familien in Kaoma und Mongu u leben von der Landwirtschaft und bauen Mais an. Aber trotz der fruchtbaren Erde und der vorhandenen Wasserläufe hungern viele und sind bitter arm. Der Grund dafür ist die verheerende Abfolge von Dürreperioden und Überflutungen, von denen sie in den letzten Jahren heimgesucht wurden. Nach zwei Missernten war die Lage so katastrophal, dass Nothilfemaßnahmen notwendig waren, um das Überleben von tausenden Erwachsenen und Kindern zu sichern. Heute ist die Ernährungslage nicht wirklich gut, aber die Menschen haben wieder so viel zu essen, um zu überleben und die Felder bebauen zu können.
Verschmutztes Wasser Neben fehlenden Krankenstationen ist heute in Kaoma und Mongu vor allem eines verhängnisvoll: Es gibt keine funktionierende Trinkwasserversorgung. Die Menschen in den entlegenen Dörfern haben ausschließlich ungeschützte, leicht verschmutzbare Wasserstellen zur Verfügung. Eine Oxfam-Mitarbeiterin berichtet aus einem der Dörfer: „Ein Stück außerhalb des Dorfes liegt der Brunnen. Es ist ein kleines Loch im Boden, in dem man dunkel verfärbtes Wasser stehen sieht. Hier holen alle ihr Trinkwasser, auch die Schüler der Dorfschule.“
Das Sterben der Kinder Viele Kinder leiden an Unterernährung und sind körperlich geschwächt. Für sie ist es lebensbedrohlich, wenn zur Unterernährung noch Krankheitserreger aus verschmutztem Wasser dazukommen. In Kaoma und Mongu sterben zwei von zehn Kindern an vermeidbaren Krankheiten, die meistens von verschmutztem Wasser herrühren, vor allem an Ruhr und schwerem Durchfall (Diarrhoe). Für die kranken Kinder in den abgelegenen Dörfern ist die nächste Krankenstation viel zu weit weg und eine Behandlung zu teuer oder aufgrund mangelnder Ausstattung ohnehin nicht möglich. Daher ist die einzige Möglichkeit sie zu schützen, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Viele Dorfbewohner wissen, was sie selbst und ihre Kinder krank macht. Aber sie haben nicht die Mittel, neue Brunnen zu bohren oder ihre Wasserstellen so zu fassen, dass sie nicht mehr verschmutzt werden können. Sie brauchen Hilfe, damit sie sich selbst und vor allem ihre Kinder schützen können.
Fokus auf die Schwächsten Nachdem unsere Partner-Organisation Oxfam im Jahr 2005 mit den Maßnahmen gegen die Hungersnot begonnen hatte, wurde klar, dass die Menschen auch beim Trinkwasser dringend Hilfe brauchten. Projektleiter Fine Nasilele:„Wir fanden bald heraus, dass die Menschen nicht nur hungerten, sondern zudem unter einem lebensbedrohlichen chronischen Wassermangel litten.“ Und so wurde für die Bevölkerung der ärmsten und entlegensten Dörfer ein Plan für eine gesicherte Trinkwasserversorgung erstellt.
Die ersten Erfolge 2007 wurde begonnen, bestehende Wasserstellen mit Ziegeln zu fassen und mit einer Abdeckung zu versehen, sodass sie nicht mehr verschmutzt werden können. Außerdem werden neue Brunnen händisch gegraben sowie gefasst und auch neue Brunnen gebohrt. Die gebohrten Brunnen erhalten Handpumpen und gemauerte Brunnenplateaus mit Ablaufrinnen. Auch auf Latrinen wird nicht vergessen, um das Krankheitsrisiko zu vermindern. Und die ersten Erfolge sind schon sichtbar. Margaret Simwale aus Kaoma erzählt, wie sich die Gesundheit aller, aber vor allem jene der Kinder, stark verbessert hat: „Wir haben jetzt einen Brunnen im Dorf statt eines schmutzigen Wasserlochs. Durch das saubere Wasser sind die Kinder nun viel gesünder als vorher.“
Sauberes Wasser für 2.750 Schulkinder Die Kinder müssen meist kilometerlange Schulwege in der Hitze zurücklegen und kommen durstig in ihrer Schule an. Deshalb ist es notwendig, auch in den Schulen Brunnen zu errichten, denn der beste Dorfbrunnen nützt nichts, wenn der Durst in der Schule aus einer mit Keimen verseuchten Wasserstelle gestillt wird. So kann man mit wenigen Brunnen das Leben und die Gesundheit von vielen Kindern schützen:
– In 10 großen Schulen in der Region soll je ein neuer Brunnen gebohrt und mit einer Handpumpe versehen werden, – 2.750 Kinder im Alter zwischen 6 bis 15 Jahren sollen durch diese neuen Brunnen auch zur Unterrichtszeit sauberes Wasser trinken können und so vor Krankheiten geschützt werden.
Die Schülerinnen und Schüler, die aus über 400 abgelegenen Dörfern und Weilern kommen, erwerben zudem im Unterricht notwendiges Wissen über die Entstehung von Krankheiten und einfache Hygienemaßnahmen. Auch Schullatrinen werden für sie und ihre Lehrer errichtet.
Unser Beitrag Der Entwicklungshilfeklub möchte die finanziellen Mittel für die Errichtung der dringend benötigten zehn Schulbrunnen aufbringen – für das Bohren, eine Handpumpe und das Mauern des Brunnenplateaus. Alle ungelernten Arbeiten werden von den Eltern der Schüler verrichtet. Bei durchschnittlich 275 Schülern pro Schule betragen die Kosten für sauberes Trinkwasser für einen Schüler oder eine Schülerin 20,40 Euro. Mit diesem relativ geringen Betrag steht den Kindern täglich sauberes Wasser zur Verfügung, und das während ihrer gesamten fünf- bis neunjährigen Schulzeit. Kinder aus abgelegenen Dörfern können durch den Schutz des Brunnens ihrer Schule vor lebensbedrohlichen Krankheiten bewahrt werden. Helfen Sie bitte mit.
Projekt 5: Liberia – Freude am Leben
http://www.eh-klub.at/projekte/index.php?detail=1150
Existenzsicherung für Leprakranke und ihre Familien
Lepra verstümmelte ihre Beine, sodass sie nicht fliehen konnten. Rebellen plünderten ihre Hütten, in denen sie Zuflucht suchten. Irgendwie gelang es ihnen, neben verwüsteten Feldern und leeren Fischteichen zu überleben. Der Frieden hat neue Hoffnung gebracht. Mit diesem Projekt können wir Leprakranken und ihren Familien zu einem Dach über dem Kopf verhelfen. Und der Möglichkeit, sich wieder selbst zu ernähren. Reich mir die Hand „Ich bin sofort von Leprakranken umringt und werde mit großer Neugierde betrachtet. Alle strecken mir die Hand entgegen und ich ergreife sie, beziehungsweise das, was davon noch übrig geblieben ist. Später erfahre ich, dass das ein Test ist, um zu sehen, wie ich auf ihre Krankheit reagiere. Jeder sagt: „Hallo, ich heiße …“, und ich antworte: „Hallo, ich bin Maria.“
Gesehen und gehört Mit diesen Worten berichtet Maria Winnubst von unserer Partner-Organisation Misereor über ihren ersten Besuch im Lepradorf Ganta. Nach der Begrüßungszeremonie geht ein Leprakranker mit ihr durch das Dorf und sie sieht die ehemalige Krankenstation und die Apotheke, die Werkstatt, in der orthopädische Behelfe erzeugt wurden, die eingestürzten Lehmhäuser der Familien, die Teiche, in denen es keine Fische mehr gibt, die brachliegenden Felder. Von Schwester Gaudi, der Leiterin des Dorfes und unseres Projekts, hört sie, dass es den Bewohnern früher gelungen ist, sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen, und dass hier bis zu tausend weitere Leprakranke ambulant betreut wurden. Manche von ihnen waren sogar von der Elfenbeinküste und aus Guinea in tagelangen Märschen über die Grenze hierher gehumpelt, um eine Holzprothese zu bekommen, die es ihnen ermöglicht, wieder aufrecht zu stehen und zu gehen.
Der Frieden ist endlich gekommen In den vierzehn Jahren Bürgerkrieg (1989–2004) wurden von den drei Millionen Einwohnern nach Schätzungen 200.000 getötet, 400.000 flüchteten in umliegende Länder, 700.000 führen nach wie vor ein elendes Leben in Flüchtlingslagern. In Ganta hatten die hungernden Rebellen bei ihren ‚Besuchen' die Häuser geplündert und zerstört, die Felder verwüstet, die Tiere gestohlen, sogar die Fischteiche geleert. Die Menschen sind größtenteils geflüchtet, viele Familien im Lepradorf mussten jedoch bleiben, weil sie mit ihren verstümmelten Beinen nicht laufen konnten. Seit 2004 sind in der Provinz Gbarnga, zu der Ganta gehört, UNO-Soldaten stationiert. Und seit Jänner 2006 regiert eine Frau das Land: Ellen Johnson-Sirleaf versucht mit ambitionierten Plänen, das Land aus der dunklen Vergangenheit herauszuholen und bemüht sich um Stabilität und Sicherheit.
Neue Zuversicht Bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges hatte sich die Diözese Gbarnga intensiv um die medizinische Versorgung der Menschen und der Behandlung von Leprakranken bemüht. In den Jahren des Krieges war dies jedoch nur sehr eingeschränkt und sporadisch möglich, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder flüchten mussten. Aber seit dem Jahr 2003 geht es auch für die Menschen im Leprazentrum Ganta wieder aufwärts: auf Bitten der Regierung hat die Diözese Gbarnga wieder die Leitung des Leprazentrums übernommen. Im Lepradorf Ganta leben die Kranken und ihre Familien wieder ohne Angst und können mit Zuversicht in die Zukunft blicken.
Einige von vielen Das sind einige der Bewohner von Ganta, die das gemeinsame Schicksal, aber auch die gemeinsame Hoffnung und Lebensfreude verbindet: Koljo hat keine Hände mehr, aber er ist sehr geschickt in der Bearbeitung von Holz. Aus medizinischer Sicht ist er geheilt, aber in seinem Heimatdorf will man ihn nicht. Tom will unbedingt selbständig gehen. Da er keine Hände mehr hat, sind die Krücken mit elastischen Bändern an seine Handstümpfe gebunden. Sacki ist elf Jahre alt. In seinem Dorf sagte man, seine Krankheit sei ein schlechtes Omen und er müsse verschwinden.
Lepra, auch Aussatz genannt, ist eine Infektionskrankheit, welche die Haut und Schleimhäute zerstört. Hautausschlag, Beulen, Gefühllosigkeit oder das Abfaulen von Gliedmaßen sind ihre Folgen. Lepra ist mit einer relativ einfachen, jedoch langwierigen medikamentösen Behandlung heilbar.
Die Zukunft hat schon begonnen Der Entwicklungshilfeklub unterstützt das Leprazentrum in Ganta bereits seit der Wiederaufnahme der Tätigkeiten des Gesundheitsdienstes. Dank unserer Spenderinnen und Spender konnten wir mithelfen, das Zentrum wieder aufzubauen. Mittlerweile leben rund 800 Kranke mit ihren Familien in Ganta. In diesen Familien ist zumindest ein Mitglied, der Vater oder die Mutter, an Lepra erkrankt, manchmal beide oder auch eines der Kinder.
Unser Beitrag Die durchschnittlichen Beträge, die einer Familie das Überleben sichern: für das Haus (Material- und Reparaturkosten) 82,– Euro, für Brunnen oder Wasserleitungen 22,– Euro, für Werkzeuge für die Feldarbeit und Arbeiten am Fischteich 38,– Euro, für die Schweinezucht (Tiere, Gehege etc.) 55,– Euro. Für eine Familie wird demnach eine Unterstützung von 197,– Euro erbeten. Unsere Partner-Organisation Misereor übernimmt die Kosten für die medizinische Betreuung, auch für jene Leprakranken, die nur zur Behandlung nach Ganta kommen, sowie für die laufenden Kosten der orthopädische Werkstatt, die mit unserer Hilfe wieder aufgebaut wurde.
Im Januar 2010 wurde die Zeitung über.morgen unterstützt. 100% aller Aufwendungen gehen direkt in die Projekte.