Sexismusdoku

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Ag ist scheinbar inaktiv

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[edit] Sexismusdokumentation AG

Sexismus HERRscht (und manchmal frauscht er auch!) leider viel zu oft auch in unserer Umgebung vor. Leider ist vielen oft nicht einmal bewusst, dass es sich bei bestimmten Dingen um Sexismus handelt, da mit diesem Terminus leider nur gewalttätige oder explizite und körperliche handlungsweisen verbunden werden. So nützt es auch nicht viel, immer wieder abstrakt von der bühne herunter einen "sexismusfreien raum" zu fordern, sondern sexistische handlungen konkret zu nennen und anzuprangern. ein plakat, das solche beispiele nennt, hat mich zu dieser idee einer online-version veranlasst:

[edit] Dokumentation von sexistischen Erlebnissen

Definition von Sexismus: Der Begriff Sexismus dient als Beschreibung einer diskriminierenden gesellschaftlichen Hierarchie und daraus resultierender Verhaltensweisen etc. meint nicht "nur" Vorurteile aufgrund auf Geschlechtszuordnungen, sondern die Verbindung dieser Vorurteile mit einer strukturell und institutionell privilegierten (auf Geschlechtszuordnungen basierenden) Machtposition gegenüber der Gruppe, gegen die sich die Vorurteile richten. Es gibt auch geschlechtsbezogene Vorurteile, die nicht mit einer eigenen Machtposition (aufgrund von Geschlecht) verbunden sind (zb. von "Frauen" gegenüber "Männern") - aber sie sind kein Sexismus, da wir nunmal in einer patriarchal strukturierten Gesellschaft leben. Das macht sie jetzt nicht zu "besseren" Vorurteilen, aber sie sind in einem anderen Kontext zu sehen.

[edit] Dokumentation sexistischer Kommentare auf der Discussion-Seite des Frauen_Lesben_Inter_Trans_Raum - Wikis

(es handelt sich hierbei um die Art von untergriffigen Kommentaren die keinerlei inhaltliche Kritik/keinen tatsächlichen Diskussionsbeitrag transportieren und daher auf der discussion-Seite des Frauen_Lesben_Inter_Trans - Wikis keinen Platz haben.)

Das sind nur SYMBOLE... die MÜSSEN stereotypisch sein. Wenn nämlich das Männchen vom Männer-WC einen Rock tragen würde und lange Haare hätte, würden da eher Frauen als Männer reingehen. Das ist nicht sexistisch, denn dass Männer keine Röcke tragen und oft kurze Haare haben beleidigt mich auch nicht (ich hab' mittellange Haare). Man darf nicht in JEDER KLEINIGKEIT Sexismus sehen. Das ist übertrieben und lächerlich.
Wenn ich so einen Unsinn lesen muß, dann frag ich mich ernsthaft ob's nicht genug echte Probleme gibt denen man sich widmen könnte... Einfach nur lächerlich. Übrigens ist Paranoia psychologisch ganz gut behandelbar...
Inwiefern war das nun sexistisch?

[edit] aus dem wiki

von http://unsereuni.at/wiki/index.php/Weihnachtsprogramm_AG

Kabarett: wir haben 2 Ideen für ein Kabarett [ a) Der kapitalistische Coca Cola Weihnachtsmann und das weltoffenen Christkind streiten, wer dieses Jahr die Geschenke bringen darf; b) Gott ist das negativ Klischee eines Uni Profs, Judas versucht eine Diskussion zu beginnen, wird aber mit den Worten "mein Wort ist heilig" ausgebremst und in den Selbstmord getrieben, nachdem er Jesus aus Wut an einen wütenden Mob aus radikalen Feministinnen ausgeliefert hat]

Meine Liste mit sexistischen, männerfeindlichen und extreme Taten der Frauen AG ist wirklich lang. Ich spiele schon seit Wochen mit dem Gedanken, einen Vortrag gegen diese AG zu halten. Wenn man sich genau anschaut, was diese AG macht, dann wird einem schlecht - egal welchem Geschlecht man angehört.

-- freie Sprache: nicht verfügbar. Sprache ist von gesellschaftlichen Verhältnissen geprägt und nicht einfach da, und sie reproduziert diese auch - für was eigene Begriffe verwendet werden, welche kategorien geschaffen werden und welche assoziationen damit verbunden sind findet nicht in einem luftleeren Sprachraum statt, der unabhängig von der Gesellschaft wäre. Dass "man" für "jeder" steht, und dass das englische "man" für die Gesellschaft steht, mag einer/m im täglichen Sprachgebrauch normal vorkommen, sagt aber einiges über historische Geschlechterverhältnisse aus. Wenn eine/r sich die Geschichte der Geschlechterverhältnisse in den Wissenschaften und den inhärenten Sexismus in den Klassikern anschaut wäre es absurd anzunehmen, dass formalrechtliche Gleichstellungen in den letzten 100 Jahren diese jahrhundertealten Geschlechterkonstruktionen in den Köpfen vollkommen neutralisieren könnte! Mit Verwendung von "mensch" statt "man" wird bewusst versucht ein Zeichen zu setzen - dass die herrschenden Verhältnisse von hierarchischen Geschlechterkonstruktionen beeinflusst sind und diesen aktiv entgegengearbeitet werden muss! Es ist eine Tatsache, dass nach wie vor Frauen gesellschaftlich, zB wirtschaftlich, benachteiligt sind, selbst Mainstream-medien berichten regelmässig von steigenden Einkommensscheren, davon, dass Frauen besonders von Armut und nach wie vor von Gewalt in Beziehungen, Vergewaltigung, sexueller Belästigung etc. betroffen sind. Und das sind nur die offensichtlichsten Wirkungen dieser Strukturen! Sexistische Strukturen sind nicht nur äusserliche gesellschaftliche Strukturen, die im Rechtssystem, im Sozialsystem, in der Arbeitswelt, etc verankert sind, sie sind vor allem in uns allen drin. Das wichtigste ist daher die ehrliche und dauernde Selbstreflexion, hierbei kann nicht einfach etwas erkannt und dann abgeschafft werden, Verhältnisse sind historisch geprägt, werden aber vor allem im Alltag laufend reproduziert, und dafür scheint leider in weiten Teilen der Uniproteste kein oder kaum Bewusstsein vorhanden zu sein. Dabei muss eine/r sich ja nur Rassismus als Verhältnis ansehen - da wird auch niemand so naiv sein zu glauben, dass es genüge zu sagen "Ich bin keine RassistIn" und dann ist alles gut. Rassismus steckt ebenso in gesellschaftlichen Verhältnissen in verschiedenen Ebenen drin und kann nicht einfach durch Sympathiebekundungen abgeschafft werden, um dem entgegenzuwirken ist auch ständige Reflexion und Kritik und Gegenarbeit notwendig! Ich bringe das nur als Beispiel, weil ich annehme, dass die meisten die das hier zum Tragen kommende Sexismusbewusstsein für übertrieben halten, weniger probleme haben Rassismus als gesellschaftliches Verhältnis zu erkennen.

- du hast Recht, das Frauen deshalb nicht mehr Geld verdienen werden, allerdings glauben die meisten unserer Großeltern auch, dass es nicht schlimm sein kann "Neger" zu sagen, weil das einfach ein normales deutsches Wort ist, das niemandem weh tun kann - trotzdem würden wir wohl alle nicht "Neger" sagen, oder? warum? war das nicht auch einfach Teil der "korrekten deutschen Sprache"? Genauso wie "unterentwickelt" oder "3.Welt" zu sagen, warum werden diese Begriffe seltener verwendet, kannst du das verstehen und verstehst du welche Bedeutung das gesellschaftlich hat? (Ich bringe diese vielleicht blöden Vergleiche nur weil ich glaube, dass die Logik da leichter zu verstehen ist als bei dem bereits emotional aufgeladenen Genderding) Es geht darum mit Sprache ein Zeichen zu setzen, zu zeigen, dass gesellschaftliche diskriminierende Strukturen gesehen werden und dass dem aktiv Widerstand geleistet wird, dass eineR da nicht mitmachen will! Es geht nicht darum ob oder dass eineR von Sprache unterdrückt wird, sondern um das Verhältnis zwischen Sprache und Gesellschaft - die Unterdrückungsverhältnisse und hierarchischen Strukturen sind in der Gesellschaft, sie zeigen sich aber auch in unserer Sprache. Und es glaubt sicher keineR, dass über die Sprache viel oder überhaupt etwas geändert werden kann und natürlich ist die Sprache nicht das grösste Problem - aber sich mit in der Sprache sichtbaren Geschlechterhierarchien zu beschäftigen und diesen bewusst etwas entgegenzusetzen ist ja jetzt wirklich nicht so anstrengend, dass daneben für nichts anderes mehr Zeit bleibt, ganz im gegenteil sollte das sehr einfach nebenbei gehen - wenn nicht dauernd ewig darüber diskutiert und bei null angefangen werden müsste! Darüber sollte eigentlich wirklich schon längst jedeR Bescheid wissen, leider scheint sich das Bewusstsein aufzuteilen in die, die sich sehr viel mit Sexismus und Geschlechterkonstruktionen beschäftigen, und jene, denen sobald sie "gender" hören schlecht wird und die sich nie wirklich damit beschäftigen - so dass es bei einer oberflächlichen Ablehnung bleibt, ohne dass überhaupt verstanden werden kann worum es alles geht. Und das ist schade, weil das sehr spannende Themen sind, die jedeN betreffen und in jedem gesellschaftlichen Bereich ihre Spuren hinterlassen.

Und zu gendern generell: es wird ja wohl etwas heißen, dass selbst derart unradikale und teilweise eher reaktionäre Institutionen wie staatliche Verwaltungsapparate, Internationale Organisation, Unis etc. inzwischen auf die sprachliche Sichtbarkeit beider Geschlechter umstellen und sich die Umstände machen prinzipiell zu gendern, oder nicht?! was glaubst du warum dem so ist? Liegt das an radikalen Emanzenfeministinnenkampflesben, die heimlich im Hintergrund die Fäden ziehen und Weltbank, Regierungen und UNO in ihrer Gewalt haben und daran arbeiten und die armen Männer und alle Frauen, die mit ihrer Frauenrolle zufrieden sind, zu zwingen keinen Spaß und keinen Sex mehr zu haben und nur noch langsam und bewusst zu reden und sich nie mehr zu entspannen? Ich habe das Gefühl, dass feministische Forderungen oft als so ein humorloser Eingriff empfunden werden und das liegt sicher daran, dass die meisten Feministinnen keine Lust haben alles immer wieder von vorne zu erklären - aber keine Sorge, es darf reflektiert und kritisiert und interveniert und dekonstruiert und herumprobiert und gleichzeitig Spaß gehabt werden, es ist halt echt leichter wenn ein Antisexistischer (das betrifft aber natürlich nicht nur Sexismus sondern auch andere Diskriminierungsverhältnisse wie Rassismus und Homophobie) Grundkonsens vorausgesetzt werden kann.

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