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Forderungen AG

Contents

[edit] Im „Sowimax“ diskutierter Audimax-Forderungskatalog mit Einleitungsphrasen von Tilo

1. Bildung statt Ausbildung

Unser Ziel ist eine moderne Gesellschaft mit mündigen Bürgern. Gebildete Menschen machen Wandlungsprozesse einer komplexen Gesellschaft transparent. Das Ergebnis ist Zusammenhalt und Integration. Kritische Menschen machen sie weniger anfällig für Krisen. Mündige Menschen sind Voraussetzung für Demokratie und öffentlichen Diskurs. Daher fordern wir neben Ausbildung rein nach wirtschaftlicher Verwertbarkeit ein erhöhtes Augenmerk auf Bildung. Unser Ziel ist ein freies, selbstbestimmtes Studium für alle. Die Bologna-Erklärung war vage, jedoch teilweise sinnvoll. Wie fordern eine grundlegende Überarbeitung des BA/MA-Systems, das mehr Flexibilität versprochen, aber mehr Verschulung, mehr Auslese, mehr Einstiegshürden und mehr inhaltliche Einseitigkeit gebracht hat.

Wir fordern im Einzelnen:

  1. Ein ausgewogenes Verhältnis von Bildung und Ausbildung; entweder in Form von Neben- und *Zweitstudienfächern oder in Form von „fachfremden“ Angeboten im Curriculum
  2. Schluss mit den STEPs (Studieneingangsphasen). Die STEPs sollten eine Orientierungsphase darstellen. Tatsächlich haben sie sich dank Knock-Out-Prüfungen als neues Selektionsinstrument erwiesen.
  3. Schluss mit unnötigen Voraussetzungsketten für Veranstaltungen und Abschlüsse.
  4. Freie Wahlfächer statt starre Erweiterungscurricula in den Studienplänen.
  5. Schluss mit intransparenten Anmeldesystemen.
  6. Freie Master- und PhD-Zugänge.
  7. Gewährleistung der Beendigung des begonnen Studienplanes (z.B. Diplom). Dazu bedarf es eines entsprechenden Lehrangebots und fixer Äquivalenzlisten, sowie der bestehenden Übergangsfristen.
  8. Aufrechterhaltung der noch bestehenden Diplomstudiengänge.
  9. Gewährleistung der Anrechenbarkeit von LVs und Abschlüssen im In- und Ausland.


2. Freier Hochschulzugang - Demokratisierung der Hochschulen nach außen Studiengebühren für Nicht-EU-BürgerInnen sind nicht aufrecht zu erhalten, wenn in einer zunehmend schrankenlosen Welt mehr Internationalisierung von allen gefordert wird. Durch zu geringe Lehrkapazitäten sind lange Studienzeiten zu oft zur Normalität geworden. Gleichzeitig wollen Studierende mündig selbst über ihre Studiendauer entscheiden. Breiter Zugang zu höherer Bildung war und ist Motor für gesellschaftliches Wohlstandwachstum und soziale Mobilität. Zugangsbeschränkungen sind daher genau die falsche Antwort auf sinkende Qualität in der Lehre. Freier Hochschulzugang und Qualität in der Lehre sind kein Widerspruch: Es gibt nicht zu viele Studierende, sondern zu wenige Studienplätze!

Wir fordern im Einzelnen:

  1. Abschaffung der Studiengebühren, auch für Nicht-EU-BürgerInnen und Langzeitstudierende
  2. Abschaffung nicht sachgemäßer Studienzugangsbeschränkungen

Demokratisierung nach außen bedeutet jedoch auch das Ende der finanziellen Diskriminierung. Neben Studiengebühren u.ä. meint dies auch die Lebenskosten über die Dauer des Studiums. Wird hier kein Ausgleich geschaffen, wird soziale Herkunft zementiert, Chancengleichheit wird zu Sozialdarwinismus. Das Bild des studentischen Müßiggangs ist endgültig überholt. Ein Großteil der Studierenden arbeitet neben dem Studium oder in der vorlesungsfreien Zeit und kann sich nicht mehr aufs Studium konzentrieren. Wer keine reichen Eltern hat, lebt - häufig trotz Arbeit nebenher - an der Armutsgrenze. Weit verbreitet sind jahrelange Ungewissheit und Zukunftsangst. Gleichzeitig werden Studierende positiv diskriminiert und entmündigt - mit Ermäßigungen aller Art, z.B. vergünstigten Verkehrstickets, günstigen Eintritten etc. Studierende sind jedoch keine privilegierten Sorgenkinder, sondern ArbeiterInnen an der und für die Gesellschaft.


3. Demokratisierung der Hochschulen im Inneren

Hochschulen werden von der Breite der Gesellschaft finanziert, die Breite der Gesellschaft profitiert von den Resultaten in Lehre und Forschung. Unser Ziel ist die demokratische Organisation der Universitäten. Dazu gehört eine Demokratisierung der Verwaltung in einer Form, die ProfessorInnen, Studierende, wissenschaftliches und anderes Personal gleichberechtigt an der Entscheidungsbildung beteiligt. Eine Organisation, in der vor allem ProfessorInnen, externe „Berater“ und „Experten“ in Top-Down-Gremien die Arbeit der Universität bestimmen, lehnen wir ab. Paritätisch besetzte Gremien müssen mit echter Entscheidungsgewalt ausgestattet werden. Entscheidungsfindungsprozesse müssen transparent und nachvollziehbar sein. Im Sinne einer Campuskultur brauchen Studierende Räume für ihre Tätigkeiten.

Wir fordern im Einzelnen:

  1. Neuverteilung der Stimmrechte im Senat mit dem Ziel echter Demokratisierung, z.B. nach dem Prinzip der Viertelparität
  2. Studienplanänderungen nur mit Mitbestimmung der Studierenden
  3. Demokratische Entscheidungsstrukturen auf allen Ebenen (Institute, Fakultäten, etc) mit echter Entscheidungsgewalt
  4. Transparente Entscheidungen auf allen Ebenen (unter Berücksichtigung des Datenschutzes)
  5. Abschaffung diskriminierender Praktiken in allen Bereichen
  6. Ersatzlose Abschaffung des Universitätsrates
  7. Ersatz von Top-Down-Entscheidungen durch flache, dezentrale Hierarchien; Etablierung wirksamer Bottom-Up-Rückkanäle
  8. Rücknahme der ÖH Wahlrechtsreform 2004; Wiedereinführung des Direktwahlmodus bei ÖH-Wahlen
  9. Schaffung, Ausbau und Schutz studentischer Räume z.B. für Gruppenarbeit, Recherche, AG-Treffen


4. Ausfinanzierung der Universitäten

Die ausreichende Finanzierung der Hochschulen sollte Selbstverständlichkeit sein. Die Rhetorik klammer öffentlicher Kassen ist unhaltbar. Wo Mittel zu verteilen sind, sollte ein breiter demokratischer Bestimmungsprozess darüber bestimmen.

Wir fordern im Einzelnen:

  1. Ausfinanzierung der Universitäten, Hochschulen bzw. des gesamten Bildungswesens
  2. Transparente Bestimmung über die Verwendung finanzieller Mittel
  3. Breite Bestimmung über die Verwendung durch die entsprechenden Anspruchsgruppen


5. Bundesweite Freiheit im öffentlichen Personen(nah)verkehr

Studierenden entstehen aktuell enorme Kosten, um Hochschulveranstaltungen oder Bewerbungstermine wahrzunehmen. Diese Phänomene sind Teil eines größeren Problemkomplexes: Mobilität. Daher fordern wir Schaffung, Ausbau und Erhalt von Möglichkeiten, bundesweit den öffentlichen Personen(nah)verkehr kostenfrei nutzen zu können.

[edit] Forderungskatalog ergänzt mit den Forderungen der Phase 1 aus der Vorschlagdatenbank

Achtung bitte noch diskutieren... ich hab nur "aufgeräumt" es gehört noch inhaltlich überarbeitet und besser formuliert, evenutell auch wieder aus dem Katalog entfernt und zur Phase 2b gegeben Alle neuen Forderungen sind kursiv!!!


Aktualisierte Forderungen (Stand: 1.November)


Wir verlangen einen Stop jeglicher Diskriminierung an den Universitäten.


Wir fordern eine umfassende Demokratisierung der Universitäten. Unser Ziel ist die demokratische Organisation der Universitäten. Dazu gehört eine Demokratisierung der Verwaltung in einer Form, die Professor_innen, Studierende, das wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Personal gleichberechtigt an der Entscheidungsbildung beteiligt.

* Wir fordern die Vergemeinschaftung der Universitätspolitik.

* Wir fordern ein egalitär und paritätisch besetztes Gremium zur Kontrolle des Budgets.


Wir fordern eine Vollfinanzierung der Universitäten durch den Staat um deren wirtschaftliche Unabhängigkeit zu garantieren.

* Wir fordern eine soziale Universitätsfinanzierung.

* Wir fordern ein europäisches Hochschulbudget

Wir fordern ein selbstbestimmtes Studieren im Sinne von freiem Universitätszugang und freier Studiengestaltung.

Der Bologna-Prozess führt zu einer Verschulung des Studiums. Wir verlangen eine freie und selbstbestimmte Gestaltung des Studiums und daher eine grundlegende Umgestaltung des Bachelor/Master-Systems in folgenden Punkten:

* Wir fordern die Abschaffung jeglicher Abgabefristen (auch von Lehrenden) von Seminararbeiten.

* Wir fordern die Wiedereröffnung der Diplomastudiengänge.

* Wir fordern die Vereinheitlichung von ECTS.

* Wir fordern die Abschaffung der Inskribtion.  Auf alle Fälle Diskussionsbedarf!

Außerdem sprechen wir uns aus gegen:


Wir fordern eine kritische Auseinandersetzung der Universitäten mit der Rolle der Wissenschaft in Kolonialismus, Faschismus und Nationalsozialismus. Außerdem verlangen wir eine ausnahmslose Restitution von arisierten Gütern im Besitz der Universitäten * Wir fordern eine kritische Auseinandersetzung mit patriarchalem Wissen, Befunden und Ergebnissen.





Wir fordern freie Bildung für alle! Wir fordern nicht nur einen Stop der Ökonomisierung der Bildung! Wir fordern einen Stop der Ausbeutung in allen Lebensbereichen!

[edit] rechtliche Hinweise zu den Forderungen (vom 30. Oktober)

Antidiskriminierung:

Wir fordern antidiskriminatorische Betriebsvereinbarungen und Anti-Diskrimninierung als Grundkonsens in allen Bildungseinrichtungen.

BundesgleichstellungsG ist in Kraft; fraglich, wie die Umsetzung funktioniert: Verordnungsermächtigung oder subjektive Rechte für Einzelne oder Behindertenreferenten (auch auf Infrastrukturmaßnahmen)?

Problem: Dauer einer Umstellung (man wirtd nicht da hoc frei Plätze schaffen); sonst: BundeseinstellungsG: Definition der quotenunterworfenen Positionen

Verbot von unsachlichen Diskriminierungen ist im geltenden Recht verankert. Thema liegt eher im Bereich der sozialen Realität.

Durch BundesG umsetzbar, müsste aber von der EU nostrifiziert werden (Österreich könnte theoretisch einfach ausländische Titel anerkennen, müsste dann aber auch in EU gelten...)

Demokratisierung der Universitäten:

Unser Ziel ist die demokratische Organisation der Universitäten. Dazu gehört eine Demokratisierung der Verwaltung in einer Form, die Professor_innen, Studierende, das wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Personal gleichberechtigt an der Entscheidungsbildung beteiligt.

Siehe §1 ff UG. (www.ris.bka.gv.at/bundesrecht)

[Frage: Welches Problem besteht konkret? "Gleichberechtigung" in allen Themenbereichen, zB Habilitation etc?] Wir sprechen uns gegen die Dominanz von Rektorat, Unirat und Ministerium aus. ...Konsequenz: Machtkonzentration beim Senat (§ 25 UG)?

BundesministerienG lässt sich ändern; derzeit politisch eher unwahrscheinlich.

Würde im Endeffekt eine Kompetenz-Sammlung beim Minister/bei der Ministerin bedeuten. Oder wer soll sonst die Aufgaben im Rahmen der Selbstverwaltung (ähnlich Aufsichtsrat / EigentümerInnengremium) wahrnehmen?

Kontrollbefugnisse des Rats auf den Senat übertragen? Zusammensetzung des Senats ändern/aufwerten/Direktwahl von den Studierenden in den Senat?

Liegt in der Kompetenz des Rats (§ 21 Abs 1 Z 14 UG); Budgethöhe vom Minister/von Ministerin bestimmt. Soll Mindest-Budget aus dem Bundeshaushalt in % vom BIP abstrakt definiert / fixiert werden (wäre wohl verfassungsrechtlich umzusetzen)?

...Forderung? Autonome Räume iS studentischer Selbstverwaltung gibt es schon. Geht es um Gebäude-Räume?

Keine Ökonomisierung von Bildung:

Betrifft ein soziales Problem / Förderungsthema.

Privatisierung und Elitenbildung hängt uE nicht kausal zusammen. Ist eine allgemeinpoltische Forderung, die sich nicht konkret umsetzen lässt. Was ist Anlass?

Durch ausreichendes Budget unmittelbar lösbar.

Würde die Forderung umformulieren! Werkvertragsrecht an sich soll sicher nicht abgeschafft werden. Im Bereich der Uni Wien würde es uE reichen, wenn der bestehende Kollektivvertrag auch umgesetzt würde (=keine Dienstverträge, bei denen unterkollektivvertraglich eingestuft wird, keine "pro forma" 14-Stunden-Dienstverträge mit 40 Stunden tatsächlicher Beschäftigung ohne Abgeltung der Mehrarbeit) -> dienstrechtliche strenge Konsequenzen für die vertragsschließenden Personen seitens der Uni, Organisation der betroffenen DienstnehmerInnen und Anrufung des Arbeitsgerichts (Sammelklage?).

Ist keine Entlassung, sondern bloß Zeitablauf. § 52 Abs 2 VBG novellieren.

Durch höheres Budget lösbar.

Durch höheres Budget lösbar. Sind Drittmittel wirklich in jedem Fall unerwünscht?

Technisch gesehen ist ein Streik im Arbeitskampf die Arbeitsniederlegung. SchülerInnen und StudentInnen können ähnliche Boykotte betreiben und sie "Streiks" nennen. Was ist gewünscht? Zahlungen bei Streiks? Absehen von Konsequenzen bei Fehlzeiten,wenn Leistung streikbedingt unterbleibt?

Selbstbestimmtes Studieren:

Der Bologna-Prozess führt zu einer Verschulung des Studiums. Wir verlangen eine freie und selbstbestimmte Gestaltung des Studiums und daher eine grundlegende Umgestaltung des Bachelor/Master-Systems in folgenden Punkten:

Schluss mit den Voraussetzungsketten.

Außerdem sprechen wir uns aus:

Geschichtliche Aufarbeitung:

Empfehlung vom Nationalfonds einholen, was mit geraubten Gütern geschehen soll, bei denen sich kein/e EigentümerIn meldet? Wahrscheinlichkeit einer politischen Umsetzung einer solchen Empfehlung ist uE gut.

Finanzierung aufstellen, Historiker finden, umsetzen. Oder mit http://www.historikerkommission.gv.at/ kurzschließen bzw prüfen, ob nicht das Thema schon in einem der zahlreichen Schlussberichte behandelt ist.

Prinzip nur weil’s bisher Studenten finanziell schlecht gegangen ist, so muss es auch für künftige so sein, soll nicht praktiziert werden. Es soll jedoch nicht jeder Luxus finanziert werden. Hier gilt es das richte Mass zu finden, insbesondere für studierende Eltern mit Kindern.

[edit] Pressemitteilung des ULV an der Universität Wien

Die Studierenden haben in mehrfacher Hinsicht recht!


Im Katalog der Forderungen der BesetzerInnen des Audimax der Universität Wien finden sich zahlreiche Punkte, welche auch vom ULV Wien in ähnlicher Form seit 2004 im Rahmen der Initiative "Reparaturwerkstatt Universität" vehement eingemahnt wurden!

Universität ist Leistung durch Kooperation, Verantwortung durch Partizipation!


1. So finden sich analog zum studentischen Punkt "Demokratisierung der Unis" auch in den zentralen ULV Standpunkten vom März 2006:


2. und analog zum Punkt "Beendigung der Prekariatsverhältnisse" wurde eben dort bereits formuliert:

Die Universität muss für hochqualifizierte Menschen eine attraktive Berufslaufbahn bieten und sie muss in der Lage sein, sich die Investitionen in junge WissenschaftlerInnen zurückzuholen. Gesetzesänderungen dürfen nicht in Widerspruch zum Kollektivvertrag stehen!

Leider ist es aber von einer ganzen Generation (sogenannter Säule-2 AssistenInnen) hochqualifizierter UniversitätslehrerInnen an der Universität Wien nicht einmal 10% dieser ermöglicht worden, eine Qualifikationsvereinbarung (selbst diese sind noch nicht einmal ausgesprochen) und somit die Möglichkeit zum Tenure Track zu erhalten.


3. Ad "Freier Hochschulzugang" und auch "Ausfinanzierung der Universitäten" ist festzuhalten, das in der Zeit bestehender Studiengebühren weder für Studierende noch für Lehrende eine merkbare Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen erfolgte.

Vielmehr waren die Gebühren zum Stopfen der eklatantesten Budgetlöcher und auch für einige kontroversielle Prestigeprojekte verwendet worden, es war keinesfalls zusätzliches Geld, das die Universitäten bekamen.

Gebühren könnten allenfalls für überdurchschnittliche Leistungen angedacht werden, aber doch nicht für den suboptimalen Status quo!

Bereits seit dem vorletzten Regierungsprogramm besteht das akkordierte Ziel, die Finanzierung der österreichischen Universitäten den BIP Aufwendungen des europäischen Durchschnitts anzunähern oder auch eine Studienplatzbewirtschaftung zu testen. Wir sehen bisher keinerlei Schritte in diese Richtung!

Die vom Bundesminister für Wissenschaft und Forschung ins Treffen geführte 17%ige Verbesserung der Mittel wird bei Licht besehen von den Aufwendungen für Gebäudemiete oder Realisierungen der Maßnahmen des UG2002 überkompensiert.

Wir sind uns der Tatsache wohl bewusst, dass nichts von dem genannten in beliebigem Umfang und sofort Realisierung finden kann, aber wir erwarten seit nun fünf Jahren - wie die StudentInnen - von den EntscheidungsträgerInnen klare Prioritätensetzungen und sofortige erste Schritte in Richtung einer Anpassung zumindest an den europäischen Durchschnitt bei der Bewirtschaftung des tertiären Bildungssektors, insbesondere bei den Betreuungsverhältnissen.

Dies steht keineswegs im Gegensatz zu einer Diskussion über Schwerpunktsetzungen und Profilbildung, es würde sie erst ermöglichen und unterstützen.


für den ULV Wien


Gert Bachmann

Christian Cenker

Günther Trettenhahn

Wolfgang Weigel


[edit] Forderungen (nicht aktuellster Stand)geordnet nach Zuständigkeiten

[edit] Die Forderungen an das Rektorat:

• Aufrechterhaltung aller bestehenden Diplomstudien • Einsicht in die unterzeichneten Leistungsvereinbarungen • Budgettransparenz, Offenlegung aller Finanzaktivitäten • Verbesserung der Arbeitssituation allg. UniPersonal • Stärkung und Ausweitung der Kompetenz emanzipatorischer Initiativen / Basisgruppen

[edit] Die Forderungen an die Bundesregierung:

• Stopp der Ökonomisierung, Wettbewerbisierung und Elitisierung der Bildungslandschaft • Abschaffung wirtschaftorientierter Organisationsstrukturen an Universitäten (Abschafung vom Unirat) • Re-Demokratisierung der Universitäten • bedingungslose Abschaffung der Studiengebühren, auch für nicht EU-BürgerInnen und Langzeitstudierende (alle Gebühren) • Abschaffung der Pseudo-Autonomie der Universitäten • Abschaffung von §8 des UG2002 • Abschaffung von Wissensbilanzen und Leistungsvereinbarungen • Zusammenlegung des Ministeriums für Unterricht und Kunst und des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung • Drittmittelabhängigkeit Abschaffen - Aufinanzierung der Hochschulen und der Forschungslandschaft • Rektorswahl und Rektorsabwahl demokratisch in der Universität verankern! • Gegen Benachteiligung durch strukturellen Rassismus im gesamten Unisystem • Frauenquote auf allen Ebenen (Forschung, Lehre, Verwaltung)


[edit] Spezifische Forderungen uni wien

Konkrete forderungen:

• Teil der Lehrveranstaltungen studentische Selbstbestimmung. • (Forderung an Unis: Aufklärung anbieten, vor allem für Erstsemester (durch bspw. Studentenvertretungen) über das neue Studiensystem: Wie war das früher? Wie gehts anders? Student_Innen nehmen Stundenpläne und ECTS als Orientierung im Chaos und hinterfragen das gemachte Nest nicht. ) • Freie Masterzugänge, Keine STEPS und keine Erweiterungscurricula • Keine Deadline für Sozialförderungen (im BA momentan ab dem 10. Sem.) • Antidiskriminierungsrichtlinien Richtlinien bei Anstellungspolitik • Barrierefreies studieren (Verfügbarkeit von Dolmetscher_innen in allen Vorlesung wenn benötigt, barrierefreie Planung und Anpassung aller Universitätsräumlichkeiten)


Potentielle Forderungen:

• Kein Numerus Clausus europaweit/weltweit


Diskussionspunkte • Widersprüchliche Forderungen? Einerseits Bedingungen in Bachelor/ Master verbessern - andererseits Bolognaprozess rückgängig machen wollen (Kostenfrage und eine Frage des längerfristigen Prozesses!) • Zum Schlagwort Bologna: schon bei Lissabon Treffen ansetzen- ideologisch getragener Prozess • Zusätzlich zu den Forderungen: allgemeines Positionspapier entwickeln (In Absprache mit Theoriegruppe AKBILD theory@malen-nach-zahlen.at)


[edit] Spezifische Forderungen Bildende

Konkrete forderungen • Volle Rückerstattung aller Studienbeiträge ab dem Wintersemester 09/10 (Rassistische und zeitökonomische Diskriminierung) • IKA - Rücksprache mit Anna Lena (Rücktritt Institutsleitung?) • Adäquate Raumsituation für alle. Räumlichkeiten der Akademie sind für Lehre und Forschung vorbehalten. Ende von „Spekulationsgeschäften“ (Keine Vermietung der Universitätsräumlichkeiten mehr). Rechere: Welcher Ausdruck ist am passensten… „Spekulationsgeschäfte“ ? Frage: Welche Räumlichkeiten werden ständig vermiete: z.B.: Akademiehof… • Einrichtung einer zentralen Studienkommission / Curriculakommission (Erklärung) • Re - Demokratisierung der Universität (Workshopplanung Einladung von Externen politischen Initiativen die sich damit beschäftigen…, Absprache mit AG Aula) >> Erarbeitung alternativer politischer Entscheidungsgremien, vor allem Rückgriff auch auf Entwicklungsplanvorschläge • Ausbau des Mittelbaus (Keine Partikularisierung >> Johanna Schaffer einbinden) Mit den neuen Kollektivverträgen werden Mittelbau-Angehörige diskriminiert - wie kann dem entgegengewirkt werden ? Dieselben Verträge für Alle ! • Ausbau der Studienassistenzen (1/3 Lehre, 1/3 Forschung, 1/3 Organisation >> Orientierung am Mittelbaumodell)

[edit] Die Forderungen an den Unirat der Akademie:

• Keine Unterzeichnung von Leistungsvereinbarungen die dem Entwicklungsplan widersprechen • Überprüfung der Eignung Stephan Schmidt-Wulffens für das Amt des Rektors an der Akademie der bildenden Künste (präsendiale Funktion ?)

Potentielle Forderungen

• Aufnahmeprüfu¬¬¬¬ng / Zugangsbeschränkungen !? (Diskussionrunde mit Protokollierung, Absprache AG Aula/Programm) • Workshop/Plattform Geschichtspolitik an der Akademie (Edi), Idee: z.B. Aktion in der Aula/Intervention an Mosaiken… • Restitution aller geraubten Güter (Arisierung) • Diskussionsrunde mit Protokolierung mit Ausblick auf Arbeitsgruppe (Absprache mit AG Aula: Common-ism, Free-Software, nachhaltig, Arbeitspraxis, Einladung ans ZID!?, Grameritsch) • Selbstorganisierte Räume (Workshop zu selbstorganisierte Räume soll organiserte werden - Absprache mit AG Aula: Programm) • Stärkung und Ausweitung der Kompetenz emanzipatorischer Initiativen an der Akademie (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, AG Antidiskriminierung, AG gesellschaftlich, emanzipatorischer Anspruch), Clementine Deliss • Verbesserung der Arbeitssituation allg. UniPersonal: Solidarisierung/Vernetzung mit Verwaltung und Personal (z.B.: Mobbing in Bibliothek, Probleme Gebäude und Technik, AG Vernetzung)

Insourcing, Out-Sourcing Rückgängig machen! (Reinigungspersonal, Mensa, Gebäude und Personal - Portier) - AG Vernetzungsgruppe! , Vernetzung mit Angestellten die in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind, und über keine Möglichkeit zur Artikulation dieser verfügen Ideen: Kontakte knüpfen, Betriebsräte…

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