Emanzipatorische Interventionen

From Unsereuni

Jump to: navigation, search
ist die AG noch aktiv?

Contents

[edit] Kontakt

E-Mails erreichen uns unter: emanzipatorische_interventionen{at}fsinf[punkt]at (Die Adresse wurde verfremdet, um Spam zu vermeiden.)

[edit] Aktuelles

[edit] Chronologie

[edit] Allgemein

Die folgenden Zeilen sind ein paar thesenhafte Gedanken zu der zu gründenden AG Emanzipatorische Interventionen. Sie sind in einer spätnächtlichen Aktion nach einem langen und anstrengenden Plenum entstanden. Kritik und Weiterentwicklung sind unbedingt erwünscht.

[edit] Freiraum

Der Begriff Freiraum ist im Rahmen der Audimax-Besetzung sehr beliebt. Uns ist aber aufgefallen, dass darunter teils sehr unterschiedliche Dinge verstanden werden. Im Folgenden versuchen wir, die Grundlage für eine Diskussion sowohl über den Begriff, wie auch den Umgang in der Praxis zu schaffen.

[edit] Emanzipatorisch?

Das besetzte Audimax soll ein Raum sein bzw. werden, in dem sich alle (1) möglichst frei einbringen und sich nicht zuletzt wohlfühlen können. Der Begriff "emanzipatorisch" lässt sich im Grunde genommen nicht positiv definieren, sondern nur in Abgrenzung zu dem, was nicht emanzipatorisch ist. Damit meinen wir vor allem verschiedene Formen von Diskriminierung, Ausschluss und Herrschaft. Dazu gehören mindestens:

   * Rassismus
   * Sexismus und patriarchale Strukturen
   * Antisemitismus
   * Homophobie
   * Transphobie
   * Nationalismus
   * Feindlichkeit gegen Menschen mit besonderen Bedürfnissen
   * Faschismus
   * Autoritarismus, Kader-Strukturen und Checker_innentum 

1 = Verhaltensweisen, die unter die oben genannten Begriffe fallen, schränken die Bewegungsfreiheit und Möglichkeiten Anderer ein. Bestimmte Ausschlüsse halten wir deshalb für eine Voraussetzung für einen emanzipatorischen Raum.

[edit] Interventionen?

Intervenieren heißt dazwischen gehen, sich einmischen. Wir denken sowohl an ein Einschreiten bei Übergriffen, als auch an eine Anregung von Reflexionsprozessen in Arbeitsgruppen, Plena oder allgemein Diskussionen. Diese Reflexion fängt bei uns selber an, weil wir als gesellschaftliche Wesen auch die Ideologien allzu oft reproduzieren, die wir aufdecken und überwinden wollen. Wir sind kein Ordner_innen-Dienst und auch keine Meinungspolizei - und wollen das auch nicht sein!

[edit] Weiterführende Links


[edit] Textsammlung Antisexismusbündnis Berlin

Für eine tiefere Auseinandersetzung mit Antisexismus und Möglichkeiten Antisexistischer Praxis (nicht nur aber auch in der linken Kontexten) möchten wir hier besonders auf die Texte zu folgenden Themen verweisen:

Antisexistisches Redeverhalten: http://asbb.blogsport.de/2008/03/14/wie-diskutieren-herrschaftsverhaeltnisse-auf-diskussionsveranstaltungen/

Sexismus und Gender: http://asbb.blogsport.de/2008/03/14/sexismus-und-gender/

Definitionsmacht z.B.: http://asbb.blogsport.de/2008/03/14/ueber-definitionsmacht/ und http://asbb.blogsport.de/2008/03/23/when-my-anger-starts-to-cry/

Umgang mit sexueller Gewalt z.B.: http://asbb.blogsport.de/2008/03/23/was-tun-wennas-braennt-zum-umgang-mit-sexueller-gewalt/

Die gesamte(n) Textsammlung(en) mit weiteren Beiträgen zB. zu Heteronormativität, Intersexualität, Schönheitsnormen, Heterosexismus, Queer uvm. finden sich hier:

Textsammlung 1: http://asbb.blogsport.de/asism_1/

Textsammlung 2: http://asbb.blogsport.de/asism_2/

Textsammlung 3: http://asbb.blogsport.de/asism_3/


[edit] Kritik

warum gab es diese Arbeitsgruppe nicht schon viel früher?

warum müssen Leute immer blätter von den Bäumen reißen?

Was ist emanzipatorisch, was ist für Emanzipation notwendig? Während Rassismus und Sexismus naturalisiert werden, dringt Klassenzugehörigkeit gemeinhin nicht zum Bewusstsein. Aber es ist kein geheimnis, dass Studierende meist aus "gebildeten" Familien kommen, und ArbeiterInnenkinder meist auch ArbeiterInnen bleiben. Das ist auch bei den kritischen Strömungen so.

- Was meinst du mit Naturalisierung von Rassismus und Sexismus? Und seit wann wird Klassenzugehörigkeit einfach über den Grad von Bildung definiert? Die Uni spuckt halt auch massenhaft hochgebildete Proletarier_innen aus.


Für mich wäre wichtig auch über Verantwortung zu sprechen. Jede Form von Freiraum beinhaltet auch Rücksichtnehmen auf die Freiräume anderer. Ich denke da besonders an Ideologiefragen, die mittlerweile so wirken als wären sie das eigentliche Thema der Besetzung, weil sie sich so in den Vordergrund drägen, statt Rücksicht auf das gemeinsame zu nehmen und sich etwas dezenter zu verhalten. Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Und emanzipiert wäre für mich, nicht im Vordergrund stehen zu müssen.

- Was sind für dich Ideologiefragen? Naturalisierst du hier nicht die bestehenden Verhältnisse, in dem du glaubst, sie nicht diskutieren zu müssen? Und ist das nicht auch ideologisch?

---

Emanzipation lässt sich sehr wohl positiv formulieren. Würde auch helfen, bin aber nur über Skype erreichbar. Würde euch anschreiben, sehe aber keinen Kontakt.

Personal tools
Namespaces
Variants
Actions
Navigation
Toolbox