C1 Foyer endgültig geräumt.

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[edit] AUSZUG AUS DER 3.AUSGABE DER ÜBER.MORGEN

[edit] C1 blitzartig geräumt - Uni bricht Abmachung

KOMMENTAR EINER C1-BESETZERIN

Um 9.00 Uhr wird es ernst. Etwa 20 Securities der Fa. Wagner haben sich beim C1 eingefunden. Die Besetzer_innen werden aufgefordert das Gebäude zu verlassen und kommen dieser Aufforderung auch ohne Widerstand nach. Ein kleines Häufchen an Polizist_innen sieht zu. Als Abschiedsgeschenk wird den Besetzer_innen ein 24-Stunden-Ticket der Wiener Linien und ein Lunch-Paket in die Hand gedrückt.

Versprochen wird, dass alle den Besetzer_innen gehörenden Gegenstände am Montag abgeholt werden können. Eine Augenzeugin berichtet jedoch vom Wegwerfen von Heurigenbänken, Kästen, der Kiste der AG Kreative Aktionen und anderer Privatgegenstände.


Dass dem Rektorat Wohnungslose egal sind haben wir schon bei der Räumung des Audimax festgestellt, doch die Respektlosigkeit vor Privateigentum macht auch vor Student_innen der Uni Wien keinen Halt. Viele Gegenstände waren außerdem von Sympathisant_innen und Studienrichungsvertretungen geborgt.

Einige Wochen zuvor haben die Besetzer_innen das C1 freigegeben. Bedingungen für die Freigabe waren, dass das Foyer weiter benutzt werden darf und die Zusicherung der Aula im Hof 1. Das Foyer ist geräumt und auch vor der Aula sind gegen Mittag drei, um 18.00 Uhr vier und um 20.00 Uhr bereits sechs Securities positioniert.


Die Aufgabe der Securities ist Zugangsbeschränkungen zur Aula durchzusetzen. Das gesamte Wochenende ist nämlich nur Student_innen, nach Vorweis des Student_innenausweises, der Zutritt zur Aula gestattet. So wurden schon Lehrende und Schüler_innen, Student_innen ausgeschlossen oder nur willkürlich hinein gelassen.

Wir sind gespannt wie es am Montag weiter geht.

[edit] Rektorat: Räumung aus Sicherheitsgünden

Am Samstag, dem 13. Februar 2010, wurde der C1, der größte Hörsaal des Campus, auf Anordnung des Rektorats der Uni Wien in den Morgenstunden von Securities geräumt.

Auf Anfrage von über.morgen, ob dies nicht ein Bruch des Versprechens des Rektorats sei, meinte ein Sprecher der Universität Wien, dass das Foyer nicht mehr für studentische Arbeit benutzt worden sei, sondern lediglich ein Aufenthaltsort für Obdachlose gewesen wäre. Das Rektorat habe deshalb beschlossen, das Foyer aus Sicherheitsgründen räumen zu lassen, fügte er hinzu.

Die Aula am Universitätscampus stehe den Studierenden weiterhin als Kommunikationszentrum zur Verfügung, solange sie auch dafür genützt werde. Das Foyer soll zu einem „Kommunikationszentrum“ umgebaut werden.

Nach der Räumung berichteten Studierende von Ausweiskontrollen vor der Aula. Einige wurden am Betreten gehindert, erzählt Wolfgang, ein Aktivist der Protestbewegung.

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